Cumulopuntia rossiana

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Cumulopuntia rossiana

Beitrag von Juergen » 27. Februar 2010, 13:14

Weiß jemand was ich da eigentlich habe :?: :
IMG_5978_2.JPG
IMG_5978_2.JPG (121.37 KiB) 3141 mal betrachtet
Ich hab mal so Richtung Puna spekuliert, hab aber nicht wirklich eine Ahnung :?

Gruß Jürgen
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Re: Name gesucht

Beitrag von Linda » 27. Februar 2010, 17:15

ich tippe mal vorsichtig auf Cumulopuntia sp. ...
Grüssli
Linda

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Re: Name gesucht

Beitrag von Juergen » 27. Februar 2010, 18:07

Hallo Linda,

Danke für den guten Tipp :)
Ich hab jetzt Bilder von Cumulopuntia rossiana (synonym: Tephrocactus pentlandii var. rossianus) gefunden, die meiner sehr ähnlich sind.
Vielleicht kann es ja noch jemand bestätigen und weiß auch noch wie kalt es bei denen nachts werden darf.

Viele Grüße,
Jürgen
Zuletzt geändert von Juergen am 28. Februar 2010, 19:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Name gesucht

Beitrag von CABAC » 27. Februar 2010, 21:18

Hallo Jürgen,

ich bin auch für Cumulopuntia rossianus.

Mir sind solche Pflanzen im Bolivien häufig begegnet. Obwohl sie am Standort bestimmt ab und zu der Kälte ausgesetzt sind, so ganz hart sind sie aber in unseren Breiten nicht. Die Bilder zeigen eine Standortform aus der Region um Yamparaez. Die Höhe beträgt dort um die 3.000 M. Ich halte sie im Winter gerade frostfrei. Ist ein dankbarer Blüher. Die Kulturpflanze ist übrigens gepfropft.

Schönes Wochenende


CABAC
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Re: Name gesucht

Beitrag von Juergen » 28. Februar 2010, 00:02

Hallo CABAC,

besten Dank für die Bestätigung und die schönen Bilder :)
Meine hat leider noch nicht geblüht, aber vielleicht schafft sie es ja dieses Jahr.

Schönes Wochenende,
Jürgen

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Re: Cumulopuntia rossiana

Beitrag von Jiri Kolarik » 25. Februar 2012, 18:28

Es ist eine Cumulopuntia rossiana...hier auf dem Bild eine auf der wohl südlichsten Verbreitungsgrenze bei Iturbe...

Bild

...es ist im Vergleich zu einer sehr ähnlichen C.boliviana immer eine kleinere Pflanze, die mit ein paar Gliedern schon kräftig blüht...meisten so Orange...Die typische C.boliviana in Argentinien blüht meistens reingelb...hier auf dem Standort wachsen sie nebeneinander mit noch Tunilla (Maihueniopsis)nigrispina, M.glomerata....wobei - es ist nicht ganz typische boliviana hier auf den Standort, aber etwas, was in unseren Sammlungen als C.pentlandii - eine dornenlose Form - vertreten ist...

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Re: Cumulopuntia rossiana

Beitrag von CABAC » 25. Februar 2012, 19:53

Jiri !!!

Danke für den Hinweis. Wir werden in Eugendorf ein Bier drauf trinken.

Jetzt muss sich nur noch jemand erbarmen, der die Nomenklatur in meinem Beitrag ändert. Chef Thomas kannst Du das noch ?

Der Lapsus wird aber nicht die Begeisterung an diesen Pflanzen schmälern, ganz im Gegenteil.

Ich habe heute meine Cumulopuntien aus dem Winterschlaf geholt. Sie haben übrigens -12°C überstanden, zusammen wurzelechten Puna subterranea standen sie auf Boden meines Kalthauses.

Da ich von meiner C rossiana nur einen Klon habe, habe ich die letzten beiden Blüte mit Puna subterranea ASJ 2156 und mit Puna bonniae HPT 084 bestäubt. Die Bestäubung mit P.subterranea hat geklappt und konnte heute die Frucht ernten. Puna bonniae ist wohl genetisch zu unterschiedlich
Fr_C_rossiana_m8.jpg
Fr_C_rossiana_m8.jpg (44.52 KiB) 2985 mal betrachtet
S_C_rossiana_m8.jpg
S_C_rossiana_m8.jpg (71.13 KiB) 2985 mal betrachtet
Bin gespannt ob aus der Aussaat etwas wird.

Schönes Wochenende

CABAC

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Re: Cumulopuntia rossiana

Beitrag von Jiri Kolarik » 25. Februar 2012, 20:39

Ja klar...Eugendorf ist schon gesichert...ich nehme meine Fotos mit...schauen wir mal...

Der Standort, wie ich schon erwähnt hatte, war heimisch für 4 div. Opuntioiden...
Hier das, was ich ale dornenlose C.boliviana bezeichne...solche Pflanzen wachsen auch mit "normalen" C.boliviana z.B. bei Humahuaca...

Bild

...diese hat Durchmesser von ca. 50-60cm...und aus der Nähe...

Bild

...eine typische Nord-Form von Maihueniopsis glomerata - hier im Durchmesser von ca. 40cm

Bild

...und als vierte Pflanze diese Tunilla nigrispina...tja, einige meinen es sollte eine Maihueniopsis sein...aber die typischen roten Früchte...ich neige zu Tunilla

gallery/image.php?mode=medium&album_id= ... ge_id=1841
.....also Airampoa, wegen der Frucht... :idea:

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Re: Cumulopuntia rossiana

Beitrag von tephrocactus » 26. Februar 2012, 22:00

Hallo Cabac,

sollten von den geernteten Samen tatsächlich einer keimen mach das bitte bekannt. Besonderst die Wuchsform würde mich interessieren. Ob es eine Typische glomerata ist, die Blüte also durch fremden Pollen selbstfertil wurde, oder eine Kreuzung.
ciao markus

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Re: Cumulopuntia rossiana

Beitrag von CABAC » 27. Februar 2012, 08:10

Hallo tephrocatus und hallo zusammen,

also zur Verfügung stand mir als Mutterpflanze diese hier:
cumulopuntia.jpg
cumulopuntia.jpg (52.56 KiB) 2956 mal betrachtet
Cumulopuntia rossiana aus der Nähe von Yamparaez / Sucre

und als Pollenspender
Puna subterranea_AJS2152_3.jpg
Puna subterranea_AJS2152_3.jpg (108.09 KiB) 2956 mal betrachtet
Puna subterranea ASJ 2152 aus dem Culpinabecken
und
HPT84_m8.jpg
HPT84_m8.jpg (29.42 KiB) 2956 mal betrachtet
Puna bonniae HTP 084

Wie schon im letzten Beitrag geschrieben, bliebt das Bestäuben mit Punabonniaesamen ohne Erfolg.
Der Samen ähnelt den der Puna subterranea:
punasubterraneasamen_m8.jpg
punasubterraneasamen_m8.jpg (57.33 KiB) 2956 mal betrachtet
Na ja und Samen von Puna bonniae sieht so aus:
puna_bonniae_samen_m8.jpg
puna_bonniae_samen_m8.jpg (34.56 KiB) 2956 mal betrachtet
Ich glaube es kann jeder verstehen, wenn ich schrieb, dass Puna bonniae und Puna subterranea genetisch doch ein Stück weit auseinander liegen und somit eine Hybridisierung erschwert wird.

Jiri und alle anderen die an diesen Pflanzen interessiert sind, ich glaube auch, dass zwischen den Cumulopuntien aus Argentinien den Cumulopuntien aus Bolivien ein paar gute Unterschiede bestehen. Die Verwandtschaft ist ihnen "ins Gesicht geschrieben", es sind aber nicht alle Rossianus.

Ja zur Aussaat muss ich auch noch ein paar Zeilen verlieren. Ich habe wohl in den letzten drei Jahren so ca. 300 Korn von allen aufgeführten Arten ausgesät, habe aber bis heute noch keinen Sämling gesehen. Ich verrate keine Geheimnisse, wenn ich berichte, dass ich die gesamte Bandbreite an Tricks ausprobiert habe. Angefangen von unreif geerntet, mechanisch bearbeitet, eingefrohren, in Säure gelegt... alles ohne Erfolg. Die Schalen habe ich noch und ich werde sie in den nächsten Tagen wieder nass machen. Werde über die nächste Aussaat berichten...

...in diesem Sinne bis bald mal wieder

Euer

CABAC
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Re: Cumulopuntia rossiana

Beitrag von schlurf » 27. Februar 2012, 08:47

Ich hab' mit Opuntioiden ja (fast) nichts am Hut - aber die Tatsache, dass die Samen nicht keimen, ist schon interessant. Es gibt doch (zumindest eine) Pflanzenart, bei der der Samen erst durch einen Tiermagen muss - irgendwas mit Fermentierung und so. Diesbezüglich schon mal recherchiert?
Meine Kakteen haben keine Stacheln!

Gruß
Schlurf

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Re: Cumulopuntia rossiana

Beitrag von CABAC » 27. Februar 2012, 09:38

Hallo zusammen,

also normale Opuntien, Tephrocacteen oder Maihuenenia / Maihueniopsis bereiten bei der Aussaat keine Probleme.
Alle säe ich immer im März oder Anfang April zusammen mit Weingartia ,Sulcorebutia und Neowerdermannia aus.Immer erfolgreich.

Erstere säen sich übrigens auf meinem Grundstück selbst aus und werden langsam zur Plage.

Bin in der Tag sehr gespannt, wer als erstes hinter das Geheimnis der Keimhemmung kommt und worin die Ursachen liegen.

In der natürlichen Umgebung gibt es keine Probleme. Habe genügend Beweise gesehen.

Herzliche Grüße

CABAC
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Re: Cumulopuntia rossiana

Beitrag von Jiri Kolarik » 27. Februar 2012, 11:48

Hallo zusammen...
Ja - es ist aber jetzt eine Frage - hat der Pollen von der P.subterranea (übrigens - es ist eine andere/unterschiedliche von der aus Arg./Bol. Grenze!...diese läuft unter "pulcherrima" ???, ich habe sie auch) zur Hybridisierung geführt, oder hat er nur die Narbe zur Befruchtung beeinflusst/stimuliert?...ja, und wenn die Samen nicht keimen, erfahren wir es wieder nicht... :2
Sonst stimme ich auch zu, dass die dämlichen Cumulos NICHT keimen...(so habe ich im Januar auch ein paar Körner geerntet...die Hoffnung stirbrt als letzte... :wink: )
Zuletzt geändert von Jiri Kolarik am 27. Februar 2012, 18:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Cumulopuntia rossiana

Beitrag von schlurf » 27. Februar 2012, 12:57

CABAC hat geschrieben:
In der natürlichen Umgebung gibt es keine Probleme. Habe genügend Beweise gesehen.

CABAC
Schon mal an eine chemische Besonderheit des Substrats gedacht (d.h. Erde vom Standort als Aussaatsubstrat probiert?) oder eine Symbiose mit einem Pilz erwogen (wie bei div. Orchideen)?

Schau auch mal hier:
http://b-and-t-world-seeds.com/carth.as ... sref=78611

Frag doch mal wie es Cyrill macht!!! =>
viewtopic.php?f=4&t=539&hilit=cumulopuntia
Meine Kakteen haben keine Stacheln!

Gruß
Schlurf

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Re: Cumulopuntia rossiana

Beitrag von Jiri Kolarik » 27. Februar 2012, 18:38

Symbiose - tja...Orchideen brauchen einen humiden Substrat, da können Pilze schon am Werk sein, aber fast ale Opuntioideen wachsen in rein mineralischen Substraten zudem noch in ariden Landschaften...daher kommt mir es als nicht (kaum) möglich, dass ev. Pilze die Keimfähigkeit beeinflussen können, gerade wenn andere z.B. Maihueniopsis, Tephrocactus etc. fast ohne Schwierigkeiten keimen... Cumulo keimen sporadisch, selten, einzeln...bei allen, die sie ausgesäet hatten...jaaaaa, aber WARUM :arrow:

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