tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Alles über die Vermehrung der Kakteen

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kaktuspoo
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tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von kaktuspoo » 4. Juli 2012, 16:46

hi ihr lieben!
ich besitze ein sehr schönes exemplar eines tephrocactus pentlandii v. fuauxianus. im moment legt er mit dem wachsen richtig los, er misst ca im durchmesser 16cm und ist ca. 7cm hoch. ich würde ihm gerne ein paar "glieder" klauen und eintopfen, nur weiß ich nicht wann genau der beste zeitpunkt dafür ist und ob man diese glieder einfach abknipsen kann, ohne dem kaktus zu schaden. aber ich denke ihr könnt mir da weiterhelfen ;o)

gruß saskia

p.s.: wer interesse an einem tephrocactus pentlandii v. fuauxianus-baby hat, kann sich gerne melden!( vorausgesetzt, es funktioniert so wie ich mir das vorstelle *lach*)

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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von WucBinder » 5. Juli 2012, 08:05

Hallo Saskia,

prinzipiell wäre jetzt in der Vegetationsphase, denke ich, schon der richtige Zeitpunkt. Wenn Du das möchtest, lassen sich einzelne Glieder von Deinem Tephrocactus pentlandii var. fuauxianus (richtig = Cumulopunta pentlandii var. fuauxianus) wahrscheinlich einfach leicht abbrechen. Die Bruchstellen ein paar Tage abtrocknen lassen, dann die Glieder erst einmal für einige Zeit in geeignetes trockenes Substrat stecken. Nicht zu früh Angießen. So müssten die Stecklinge mit der Zeit neue Wurzeln bilden.

Viele Grüße

Wolfgang
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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von CABAC » 5. Juli 2012, 09:47

... na da wäre es doch mal angebracht, ein paar tolle Foto von diesem "Tephrocactus" und seinen Babys hier hochzuladen.

Also Wolfgang bei 99 % aller Cumopuntia ist die Verbindung von Glied zum Pflanzenkörper sehr fest. Die Natur hat scheinbar nicht vorgeshen, dass sich Neuautriebe leicht lösen und so zur Arterhaltung und Vermehrung beitragen. Bei allem was sich Cumuloputia schimpft findet Verbreitung über Samen statt. Denn sonst wären es Tephrocacteen und noch nicht einmal Maihueniopsen.

LG

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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von WucBinder » 5. Juli 2012, 10:19

CABAC hat geschrieben:... na da wäre es doch mal angebracht, ein paar tolle Foto von diesem "Tephrocactus" und seinen Babys hier hochzuladen.

Also Wolfgang bei 99 % aller Cumopuntia ist die Verbindung von Glied zum Pflanzenkörper sehr fest. Die Natur hat scheinbar nicht vorgeshen, dass sich Neuautriebe leicht lösen und so zur Arterhaltung und Vermehrung beitragen. Bei allem was sich Cumuloputia schimpft findet Verbreitung über Samen statt. Denn sonst wären es Tephrocacteen und noch nicht einmal Maihueniopsen.

LG

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Hallo Cabac,

prinzipiell ist aber eine Vermehrung über Stecklinge doch möglich, wenn sie sich vielleicht auch nicht so schnell neu bewurzeln?

Viele Grüße

Wolfgang
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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von Jiri Kolarik » 5. Juli 2012, 13:05

Hallo zusammen...

1. würde ich jetzt, wenn die Pflanze wächst, nicht die jungen (diesjährigen) Glieder abtrennen (mit Messer), sondern die vom 2011, die bewurzeln ohne Schwierigkeiten...
2. ja- ein Foto wäre wertvoll - man kann dann sagen - wo schneiden!
3. das, was Herbert (CABAC) sagt ist pure Wahrheit -
"...Also Wolfgang bei 99 % aller Cumopuntia ist die Verbindung von Glied zum Pflanzenkörper sehr fest. Die Natur hat scheinbar nicht vorgeshen, dass sich Neuautriebe leicht lösen und so zur Arterhaltung und Vermehrung beitragen. Bei allem was sich Cumuloputia schimpft findet Verbreitung über Samen statt. Denn sonst wären es Tephrocacteen und noch nicht einmal Maihueniopsen..."
...die Vermehrungsstrategie bei Cumulos, bes. C.boliviana & Co., also bei den Andenbewohner, liegt fast nur in der Samenverbreitung....die C.berteri (von Chile) sind auch so zerbrechlich wie z.B. Tephrocactus (a+a+a) oder M.darwinii
4. also nach dem abtrennen ausgereiften Gliedern sollte man diese seitlich in den trockenen Sand legen und etwa in die Hälfte zuschütteln...das Glied hat dann mehrere Areolen, von denen es Wartewurzel bilden kann (und tut auch)...nach ca. 1 Monat leicht giessen...

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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von kaktuspoo » 5. Juli 2012, 15:53

ja, ich werde mich mal mit meinem bildbearbeitungsprogramm in die schlacht begeben ;o), sonst sprengen die die maße^^

werde das mit dem abschneiden auf jeden fall testen, wenn es nichts wird sind wir alle schlauer *lach*

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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von kaktuspoo » 5. Juli 2012, 17:16

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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von kaktuspoo » 5. Juli 2012, 17:24

hm...etwas klein die bilder...egal. werde mich am wochenende mal bissl mehr damit befassen.

habe auch einige exemplare die blüten angesetzt haben, will euch das ja nicht vorenthalten!

gruß
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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von CABAC » 6. Juli 2012, 06:25

Hallo Saskia,

die Bilder sind brauchbar. Zumindest kann geklärt werden, was Du da zu Hause stehen hast. Danke für Deine Mühe.

Also wie hier schon angemerkt wurde, sagt schon... pentlandii aus, dass dieses Pflänzchen (zeigt leider eindeutig Kulturfehler) kein Tephrocactus ist, morphologisch kein Tephrocactus sein kann und es nur wurde, weil es auf dem Steckschild steht. So, nun kannst Du natürlich sagen, egal was Anderson, Benson, Eglii, Hunt und Co in der Vergangenheit über diese Gattung geschrieben haben, Dich überzeugen nach wie vor die Argumente von C. Backeberg und dann bleibt es für Dich ein Tephrocactus.

Es ist ohne Zweifel eine Cumulopuntia, wie sie in Bolivien und Nordargentinien zu Tausenden vorkommen und die von der Sammlerwelt bis vor kurzem als übles Unkraut misachtet wurden. Doch seit dem Buch
von Michael Kießling sind sie salonfähig und nun sind sie in fast jeder Sammlung zu finden.

Ich empfehle Dir dringend diese Kaktee an einen hellen und luftigen Platz zu stellen, denn wie die Neuaustriebe zeigen, steht diese Pflanze zu dunkel. Käme die Pflanze in meine Sammlung würde ich die Neuaustriebe abschneiden, denn daraus wird niemals wieder ein Normatrieb und schon gar nicht wächst daraus eine Blüte. Ist ehrlich gesagt, keine Kaktee für die Fensterbank. Wenn dann nur kurzzeitig. Die brauchen viel frische Luft und starke Temperaturunterschiede.

Hier mal ein Bilder aus der Natur:
cum_171.jpg
cum_171.jpg (45.08 KiB) 1816 mal betrachtet
Der Boden in dem diese Cumulopuntia wächst ist übrigens dicker fetter Picklehm.
cum_172.jpg
cum_172.jpg (47.45 KiB) 1816 mal betrachtet
. Das Habitat gibt es übrigens nicht mehr. Das haben die Quetschuas zum Acker gemacht und bauen Kartoffeln oder Mais an...

...schönes Wochenende

CABAC
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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von kaktuspoo » 6. Juli 2012, 16:03

öhm...der steht auf dem balkon, denke nicht das es dort zu dunkel ist^^
und eine überdachung ist auch nicht vorhanden.

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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von CABAC » 7. Juli 2012, 07:35

Hallo Saskia,
habe eigentlich keine große Lust auf die Rolle des Oberrechthaber.

Folgende Bilder zeigen Pflanzen im Neuaustrieb:
IMG_1748.jpg
IMG_1748.jpg (48.79 KiB) 1785 mal betrachtet
IMG_1749.jpg
IMG_1749.jpg (49.77 KiB) 1785 mal betrachtet
IMG_1750.jpg
IMG_1750.jpg (45.9 KiB) 1785 mal betrachtet
IMG_1751.jpg
IMG_1751.jpg (59.7 KiB) 1785 mal betrachtet
Kein Neuaustrieb ist älter als drei Wochen, zwei davon nur genau 5 Tage.

Meine Cumulopuntien stehen im Freien bzw auf dem hellsten Platz im GH und bekommen zurzeit den ersten und den letzten Sonnenstrahl mit.

Nun kann Du selbst herausfinden, ob Deine Pflanzen einen natürlichen Neuaustrieb haben.

LG
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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von WucBinder » 7. Juli 2012, 07:40

CABAC hat geschrieben:Hallo Saskia,
habe eigentlich keine große Lust auf die Rolle des Oberrechthaber.
Die Fakten sprechen ganz klar für CABAC's These.

Viele Grüße

Wolfgang
Viele Grüße

Wolfgang
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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von kaktuspoo » 7. Juli 2012, 08:36

könnte dann evtl daran liegen, das die sonne (wenn sie mal scheint) nur am nachmittag auf dem balkon steht.

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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von Jiri Kolarik » 7. Juli 2012, 11:33

Hallo zusammen...
"...könnte dann evtl daran liegen, das die sonne (wenn sie mal scheint) nur am nachmittag auf dem balkon steht..." - ja, Saskia - das ist es...in der Natur (wie es CABAC gezeigt hat) bewohnen die Pflanzen (nicht nur Cumulopuntia, Maihueniopsis, Tephrocactus,...) meistens nur vollsonnige Standorte...wenn man noch die 3000-4500m ü.M. rechnet, können wir hier in EU den Pflanzen gar nicht das gönnen, was sie "verdient" hätten... :lol: , d.h. - auch ich habe meine Pflanzen den ganzen Tag in der Sonne....ja, früher hatte ich zu Hause noch ein paar Pflanzen, bloss - die Aprikosenbäume meiner Nachbarin wuchsen, wuchsen...so schattieren sie heute den Platz, und einigen Pflanzen tat es nicht gerade gut...ja, wenn man dort kleine Sämlinge hat, geht es im ersten Jahr noch, aber später...
Zuletzt geändert von Jiri Kolarik am 7. Juli 2012, 14:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: tephrocactus pentlandii v. fuauxianus

Beitrag von papamatzi » 7. Juli 2012, 13:07

Kurze Verständnisfrage:
CABAC hat geschrieben:Ich empfehle Dir dringend diese Kaktee an einen hellen und luftigen Platz zu stellen, [...] Die brauchen viel frische Luft und starke Temperaturunterschiede.
Kann ich als "Balkonkultivator" (Südseite überdacht durch Dachüberstand) überhaupt solche Bedingungen liefern? Die allerersten und allerletzten Sonnenstrahlen erreichen die Pflanzen nicht mehr und richtig warm wirds auch nicht. Zumindest nicht mehr als draußen...
Viele Grüße,
Matthias

Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung. Benjamin Franklin
Na und. Zur Zeit verschwende ich viel Zeit mit minecraft survival.
Auch die Kakteen leben noch. Die meisten.

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