Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

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Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon Andraska » 5. Juli 2017, 14:37

Hallo,
seit über 5 Jahren hab ich mit einer Mammillaria das gleiche Spiel. Starker Knospenansatz, die Knospen wachsen bis auf rund 3mm, dann bleiben sie rund 1 Woche stehen und trocknen dann alle wieder ein.
Bild 1 zeigt die Pflanze, sie wächst und gedeiht wunderbar.
Bild 2 den Blütenansatz an einem kleinen Sproß
Bild 3 die eingetrockneten Blüten
Bild 4 kann man ignorieren

Bild

Ich sehe gerade, daß mit den Bildern einfügen klappt nicht, ich kopiere den Link rein:

http://www.bilderhoster.net/g/n17p92wf.html][img]


Ich habe es versucht mit extrem wenig Wasser beim Blütenansatz, mit etwas mehr Gießen und dieses Jahr mit verhältnismäßig viel gießen (1x pro Woche).
Die Pflanze steht in einem Kakteenkasten mit viel Frischluft und hat volle Sonne von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Gedüngt wird 4x pro Jahr. Sie wächst und bildet immer neue Sprosse, also fühlt sie sich doch wohl. Sie steht in mineralischem Substrat mit 10% Humusanteil. Fehlt irgendein Nährstoff?
Ich hätte sie ja gerne mal blühen gesehen. Hat jemand einen Tipp?

MfG
Claus
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon K.W. » 6. Juli 2017, 00:42

Guten Morgen Claus,

schöne Pflanze hast Du uns gezeigt!
Ich schaue ja gerne wo die Pflanzen leben - besonders wenn es nicht so richtig "rund läuft".

Suche mal nach Habitat Bildern, dies hilft. Bei Wolter ten Hoeve zum Beispiel, er war dort.

Soweit ich weiss; mehr Wasser, mehr Dünger, Sonne morgens und abends.


Beste Grüße und viel Erfolg,

K.W.
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon Andraska » 14. Juli 2017, 16:17

Hallo K.W.,
mehr Wasser trau ich mich kaum. Ich vermute ja, daß ein Nährstoff fehlt (mehr Dünger). Mein nächster Schritt wird sein, die Pflanze umzutopfen und etwas mehr Humusanteil beizugeben. Das bewirkt, daß die Feuchtigkeit etwas länger gehalten wird (mehr Wasser) und mehr Nährstoffe zur Verfügung stehen. Vielleicht ist einfach für diese Pflanze der mineralische Anteil zu hoch. Inzwischen sind alle Knospen vertrocknet.

Tschüß
Claus

PS. Übrigends, lag ich mit meiner Vermutung, daß es eine Mammillaria "sartorii" ist, richtig?
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon Andraska » 15. Juli 2017, 20:38

Hallo,
ich habe heute die Pflanze ausgetopft. Keinerlei Sschädlingsbefall, Wurzeln alle gesund, der Topf war gut durchwurzelt, aber es war noch Platz. Oben war alles trocken, im unteren Drittel leicht feucht - so wie man es sich wünscht. Ich weiß nicht, was die Dame hat. Nun habe ich etwas mehr Humus in die Mischung gemacht, mal sehen, wie sich die Pflanze nun verhält.

MfG
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon Gilbert » 17. Juli 2017, 12:59

Hallo Claus,

die Wege der Natur sind unergründlich :wink: ;-), und so wird dir niemand mit absoluter Sicherheit sagen können, woran das liegt.
Es gibt so viele mögliche Ursachen: Viren, Bakterien, Mycoplasmen, Nematoden, genetische Schwäche dieses Einzelexemplars ...

Da Mammilarien nicht gerade zu den (wurzel-)empfindlichen Pflanzen gehören, würde ich nach der Regel vorgehen
"Im kühlen Halbjahr trocken, im warmen Halbjahr genauso reichlich gießen wie andere "Zimmerpflanzen" auch - aber mit Trockenwerden des Substrats zwischendurch.

Für eine gute Blüte ist eine gute Wasser- und Nähstoffversorgung vor und während der Blüte sicherlich nicht falsch.

Für eine prächtige Blüte ist viel Phosphat nötig, was aber eigentlich nicht besonders erwähnt werden muss, Phosphat ist im Kakteendünger deswegen ja sowieso in hohem Anteil drin.
Bei 4mal Düngen im Jahr könnte das bei dir aber etwas zu wenig sein.
Ich würde vor allem dann verstärkt düngen, wenn sich die Blüte durch Knospen ankündigt.
Um dem entgegenzuwirken, dass evtl. gerade in der Blütezeit"ein Nährstoff fehlt", wie du vermutest.

Achten solltest du darauf, dass dein Dünger nicht nur die Hauptnährstoffe N, P und K enthält. Sondern auch möglichst viele Spurennährstoffe,
um zu vermeiden, dass trotz Düngung ein oder mehrere Nährstoffe in Mangel geraten. Billigen Düngern fehlen oft diese Spurennährstoffe.

Gruß Michael
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon Andraska » 18. Juli 2017, 20:35

Hallo Michael,

mit dem Dünger könntest Du Recht haben. Mein Dünger hat
1,5% Nitratstickstoff
1,5 % Ammoniumstickstoff
4% wasserlösliches Phosphat
4% wasserlösliches Kalium
chloridarm

Sonst nichts. Obwohl Spezial-Kakteendünger.
Kannst du einen bestimmten Dünger empfehlen - welche Spurenelemente sollte er enthalten (ich weiß, keine Firma nennen)?
Außerdem werde ich das nächste mal etwas eher düngen.

Tschüß
Claus
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon K.W. » 18. Juli 2017, 23:47

Guten Abend Claus,

Dünger - was für ein Thema!
Seit ca. 15 Jahren kultiviere ich meine Pflanzen in rein mineralischem Substrat (vorwiegend Bims, Lava und Zeolith).
(Die 33 Jahre davor in einer furchtbaren Mischung. . .)
Also dünge ich auch regelmäßiger, seit zehn Jahren bei jedem Gießen.
In der Natur stehen die Nährstoffe ja auch permanent zur Verfügung. . .
DÜNGER - bloß keinen Kakteendünger. . .
Ich gieße ca. 25 bis 35 Mal pro Jahr, je nach Witterung. Jedesmal benötige ich ca. 1,5 Liter Dünger.
Da kommt mir der Flüssigdünger von Traitteur Aldí gerade recht, 1,99 € / Liter.
Dazu, je nach Jahreszeit, Tomaten-, Blühpflanzen-, Buxbaum- oder Hortensiendünger.

Herzliche Grüße

K.W.


PS in meiner ersten Antwort hatte ich Dich darauf hingewiesen, mal zu schauen wo die Pflanze im Habitat gedeiht.
Ich habe jetzt mal nachgeschaut und kopiere Dir (und anderen Interessierten) die entsprechenden Zeilen aus einem Wikipedia Artikel, hoffe das ist erlaubt. . .

Mammillaria sartorii WTH 944
WTH 944 - On hills at about km27 of MEX-140 east of Xalapa - Veracruz - Mexico


XALAPA Wikipedia:

Zit.:

Klimadiagramm
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 21,9 22,8 26,6 26,9 28,3 25,8 25,2 25,7 25,7 25,0 23,7 22,6 Ø 25
Min. Temperatur (°C) 11,4 11,2 14,2 15,5 17,3 16,1 15,9 16,2 16,4 15,2 14,0 12,2 Ø 14,6
Temperatur (°C) 16,7 17,0 20,4 21,2 22,8 20,9 20,6 21,0 21,0 20,1 18,8 17,4 Ø 19,8
Niederschlag (mm) 42,2 37,7 45,6 61,3 121,1 327,7 203,4 171,2 269,8 104,9 66,5 49,5 Σ 1.500,9
Quelle: Servicio Meteorológico Nacional[6]

UND!!!

"Interessant ist auch der Übergang von der feuchtheißen Zone um Xalapa zum trockenen Hochland bei Perote. Perote liegt 40 Autominuten entfernt und 1000 Höhenmeter höher als Xalapa. Auf diesem Weg nimmt die jährliche Regenmenge um 70 % ab (Perote: 480 mm/Jahr)! Genau dieser Übergang ist der Auslöser eines Wetterphänomens von Xalapa. Kalte und trockene Bergluft trifft in der Region von Xalapa auf feuchte und heiße Meeresluft aus Veracruz und kondensiert sofort. Ergebnis ist der alltägliche Nebel."

Ich würde daraus schließen, das Pflänzchen benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit. :wink:
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon harryjack » 19. Juli 2017, 08:48

Hallo liebe Community,

ich bin der Tom aus Düsseldorf, bin mit Foren noch nicht so vertraut, bitte entschuldigt, falls ich mich hier falsch vorstelle. Bin gerade über Google auf dieses Forum gestoßen. Ich interessiere mich sehr für eure Themen und werden erst einmal in Zukunft im Stillen etwas lesen. Um euch besser kennenzulernen, möchte ich gerne mehr über euch erfahren. Was macht ihr so? Geht ihr in den Urlaub. Ich werde vermutlich dieses Jahr nach Teneriffa in den Urlaub fahren. Habe mal etwas recherchiert und würde gerne eure Meinung dazu wissen.

Was haltet ihr von diesen Suchergebnissen. Hört sich doch sehr vielversprechend an.

Liebe Grüße aus Düsseldorf
Tom


" Guten Abend Tom,
ich habe Deine Reise Link´s / Werbung mal entfernt - haben ja nicht wirklich was mit Mammillaria sartorii zutun.

Herzliche Grüße und gute Reise,

K.W. "
harryjack
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon Gilbert » 20. Juli 2017, 19:18

Hallo Claus,

zur Düngung:
Pflanzen brauchen zum Leben genau 16 Nährelemtente. Diese 16 sind lebensnotwendig. Es gibt daneben ein paar Elemente, die nicht lebensnotwenig, aber fürs Wachstum nützlich sind.
Um ein paar der Nährstoffe braucht man sich niemals zu kümmern, die kommen sowieso aus Luft und Wasser.
Beispielsweise Schwefel wird immer genügend aus der Luft (oder Wasser, Regenwasser!) ins Substrat überführt.
Andere Nährstoffe kommen aus der Substanz des Substrats. Wobei die Nährstoffe da mehr oder weniger fest eingebaut sind.
Nicht alles, was im Substrat vorhanden ist, kann die Pflanze aber auch in die Wurzel aufnehmen. Daher spricht man von für die Pflanze "verfügbaren" und "nicht verfügbaten" Elementen im Substrat.
Wasser ist natürlich auch nötig. Ohne Wasser sind fast keine Nährstoffe verfügbar, selbst wenn sie vorhanden sind, da die Nährstoffe zur Aufname in Wasser gelöst sein müssen.
Was verfügbar oder nicht ist, hängt u.a. vom Säuregrad, d. h. vom pH-Wert ab. Daher sollte der pH-Wert stimmen, d. h. der Boden weder zu sauer nocht zu alkalisch (kalkreich) sein.

Zugedüngt werden soll der Unterschied zwischen dem jahreszeitlich unterschiedlichen Bedarf der Pflanze und dem geringeren Angebot aus dem Substrat.
Daraus ergibt sich dann, dass natürlich um so mehr gedüngt werden muss, je weniger Nährstoffe schon im Substrat sind.
Hat man also ein rein mineralisches Substrat, in dem z. B. kaum Nährstoffe verfügbar sind, dann ist mehr zu düngen als wenn man der Pflanze auch organische Substanz anbietet,
in der z. B. mehr Nährstoffe vorhanden sind und durch organischen Abbau immer wieder neu verfügbar werden.
Wenn also beispielsweise K.W. viel düngt, weil er rein mineralisches Substrat hat, dann gilt "so viel düngen" deswegen nicht genauso bei jemand anderem, der mehr organische Substanz im Substrat hat.


Lebensnotwendige Hauptnährstoffe (d. h. relativ viel benötigt) sind:
Stickstoff, Phosphat, Kalium, Schwefel, Calzium und Magnesium.
Dazu gehören genau genommen auch Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff, aber diese braucht niemand zu düngen.

Lebensnotwendige Spurennährstoffe (d. h. relativ wenig benötigt) sind:
Chlor, Bor, Molybdän, Eisen, Mangan, Zink, Kupfer.


Billigdünger, die nur N, P und K enthalten, sind aus dieser Sicht auf Dauer für den Müll. Sie können über längere Zeit unsere Pflanzen nicht ausreichend ernähren.

Ich kann jetzt keinen "Superdünger" empfehlen.
Ich kann nur sagen, was ich derzeit gerade benutze:

KAKTEEN BLÜHDÜNGER der Firma "grün erleben".
Neben den Hauptnährelementen Stickstoff, Phosphat und Kalium sind da folgende Spurennähstoffe drin:
Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän, Zink.
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon Andraska » 24. Juli 2017, 16:41

Hallo,

@ K.W
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Dieses Phänomen mit der Nebelbildung hatte ich schon einmal mit einer Sukkulente aus Südafrika, die auch nicht so recht wollte.
Mir hat dann eine "Pflanzenfreundin" eben aus diesem Land darüber berichtet. Meine Kakteen bekommen täglich in der Wachstumsperiode früh einen hauchfeinen Sprühnebel verpaßt.

@alle
Ja der Dünger...
ich hab mal im Internet gesucht und viele Anbieter gefunden, die Kakteendünger mit N / P / K und Spurenelementen anbieten, nur wird (fast) nie genannt, was da nun noch zusätzlich drin ist. Nur einer war etwas gesprächiger, da war es eine ganz Litanei. Name wird nicht genannt, hat aber was mit den Tropen zu tun. Da tauchten dann die zwei Begriffe auf, mit denen ich überhauptnichts anfangen konnte:
... als Chekat von EDTA
... als Chelat von DTPA

Also hab ich mich erst mal schlau gemacht.... das Zeug ist ja nicht ganz unbedenklich; von kaum entfernbar im Abwasser bis zu tödlichen Vergiftungen (gut, essen soll man es ja nicht). Soll ich jetzt beim Düngen ebensolche Vorkehrungen treffen wie bei der vorsorglichen Schädlingsbekämpfung (Handschuhe etc)?

MfG

Claus
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon K.W. » 24. Juli 2017, 17:23

Guten Abend Claus,

Chelat Komplexe sind eigentlich spezielle Moleküle die sehr stabil sind.
Sie können zb. sehr gut Metalle an sich binden, und damit in den Stoffwechsel der Pflanzen bringen.
(oder auch wieder heraus, zb. bei Tieren und Menschen zur Entgiftung)
Ich habe noch nie gehört oder gelesen, dass Chelate besonders gefährlich sind. . .
Woher hast Du diese Information?


Herzliche Grüße

K.W.
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon Andraska » 24. Juli 2017, 21:44

Hallo,
bei der eventuellen Gefährlichkeit ging es um die Chelat-Therapie (Quelle Internet). Da gehen die Meinungen wohl auseinander, aber ich verstehe davon viel zu wenig, um mich da in eine Diskussion einzulassen. Das andere ist die Verwendung von Chelaten in der Waschmittelindustrie (Wikipedia), da gibt es wohl Probleme, das Zeug in den Klärwerken wieder zu entfernen.
Aber das hat alles nicht soviel mit Kakteendünger zu tun. Da haben die Chelate wohl die Aufgabe, bestimmte Metalle in für die Pflanzen aufnehmbarer Form zur Verfügung zu stellen.
Über die Haut aufnehmbar ist es wohl nicht, und da Dünger meist flüssig ist (Ausnahme Granulate) besteht die Gefahr des Einatmens wohl auch nicht. Das bezieht sich auf meine Frage nach eventuellem Schutz (ich habe mit dem Zeug keinerlei Erfahrung).

MfG

Claus
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon K.W. » 24. Juli 2017, 23:35

Guten Abend Claus,

wenn Inhaltsstoffe eines Pflanzendüngers als Chelat vorliegen ist dies eher ein Qualitätsmerkmal.
Klar sollte man Dünger nicht trinken, aber Handschuhe braucht man - denke ich - nicht tragen.
Ich setze dem Gieswasser für meine Pflanzen 80% Essigsäure zu, dazu trage ich immer Handschuhe.
Um auf die Düngung zurückzukommen; fast jeder Dünger ist recht.
Im Frühjahr Stickstoff und Phosphor betont, im Spätsommer Kalium betont.
"Betont", d.h. die anderen Inhaltsstoffe können/sollen ebenfalls vorhanden sein.
Die sogenannten Spurenelemente sind in fast allen Düngern, in unterschiedlicher Konzentration, vorhanden.
Auch in den sehr preiswerten Düngern.
Ich verwende immer verschiedene Dünger. Da ich bei jedem Gießen 1,0 bis 1,5 Liter benötige, fällt mir das natürlich leicht.
Wenn Pflanzen in Töpfen wachsen sollen brauchen sie Dünger - auch Kakteen!!! :) :wink:

Herzliche Grüße

K.W.


PS die Chelat-Therapie zur Entgiftung bei Schwermetall Vergiftung ist übrigens sehr wirksam und nicht umstritten (sehr geringe Komplikationsrate),
sagt meine Frau die Tierärztin. Umstritten ist der Einsatz gegen Arterienverkalkung und dergleichen. Wird gerne verkauft, nützt aber nichts
und wiegt die Patienten/Opfer in einer vermeintlichen Sicherheit. :roll:

PPS Höhere Luftfeuchtigkeit; nicht böse sein - aber morgens ein bißchen sprühen, was soll das nützen? Um 10:00Uhr ist die Luftfeuchtigkeit auf Umgebungsniveau.
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon Gilbert » 7. August 2017, 00:47

Ich setze dem Gieswasser für meine Pflanzen 80% Essigsäure zu


Hallo,

ich nehme an, um den PH-Wert zu senken?
Dabei erinnere ich mich gerade an meine allererste Sukkulente vor Jahrzehnten, einer Epiphyllum.
Ich setzte dem Gießwasser tröpfchenweise verdünnte Salpetersäure zu, bis der pH etwas gesenkt war.
Das hatte den Nebeneffekt, dass gleichzeitig Stickstoff (Salpeter) zugesetzt wurde.
Die Pflanze wurde grüner, klar, und blühte dann auch, was sie vorher nicht getan hatte.
Ich dachte mir damals, dass Essigsäure fraglich ist. Jedenfalls wusste ich nicht, was Essig chemisch an Stoffen wohl für die Pflanze bringt. Weiß ich auch immer noch nicht.
Da hielt ich Ansäuermittel mit Stickstoff für sinnvoller. Phosphorsäure käme auch in Frage, bei Sukkulenten wohl auch besser:
Nicht mehr Stickstoff, aber Phosphor zum Antreiben der Blüten.

Falls interessant und nicht bekannt: Ansäuerungsmittel mit Salpetersäure (für die Wachstumsphase) und solches mit Phosphorsäure (für die Blühphase) und pH-Messstreifen
bekommt man in Online-Shops, die sich mit Produkten für Cannabisanbau beschäftigen. Zum Beispiel https://pflanzburg.de/store/index.php?cPath=3_75

Essig bleibt aber sicher im Preis unschlagbar.

Gruß Michael
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Re: Mammillaria (sartorii) Knospen vertrocknen

Beitragvon schlurf » 7. August 2017, 14:00

Gilbert hat geschrieben:
... Jedenfalls wusste ich nicht, was Essig chemisch an Stoffen wohl für die Pflanze bringt. ...
Gruß Michael


C, O und H, nichts also, was sie eh bekommt.
Meine Kakteen haben keine Stacheln!

Gruß
Schlurf
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