Blattdüngung bei Aizoaceae

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K.W.
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Blattdüngung bei Aizoaceae

Beitrag von K.W. » 9. November 2016, 10:57

Ralf Trieber hat geschrieben: >>> da dieser auch übers Blatt aufgenommen wird,also beim Nebeln.
<<<
von Gilbert » 8. November 2016, 18:30
>>>und da ich auch Conophyten und andere Mesembs in reinen Bims gesetzt habe, die außerdem auch lieber gesprüht als gegossen werden wollen.
<<<
Guten Morgen liebe KollegInnen,

mit Interesse lese ich eure Sätze zur Blattdüngung.

Wie mag das funktionieren - Blattdüngung -, weiss das jemand?
Ist diese Möglichkeit der Blattdüngung ein Alleistellungsmerkmal des genannten Düngers, oder kann das jeder in Wasser gelöste Dünger?


Herzliche Grüße

K.W.
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Gilbert
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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims? Und Düngung

Beitrag von Gilbert » 9. November 2016, 13:03

Hallo K. W.,

prinzipiell können in Wasser gelösten Nährsalze (Ionen) über die Blätter aufgenommnen werden, also nicht nur bei Wuxal. Das Eindringen erfolgt neben den Spaltöffnungen vor allem über feine Mikrospalten.
Blattdüngung ist üblich im Gartenbau, wenn akute Nährstoffmängel auftreten. Weil Blattdüngung sehr schnell wirkt. Bei akutem Eisen- oder Magnesiummangel z. B. schafft spezielle Blattdüngung schnell Abhilfe.
Aber möglicherweise und wahrscheinlich ist Wuxal dafür besser geeignet als andere Dünger. Es kommt nicht nur auf die gelösten Nährsalze aus irgendeinem Dünger an, sondern auch darauf, wie sie vorliegen, in welchen Verbindungen.
Wie auch bei Pflanzenschutzmitteln und Medikamenten ist nicht nur der Wirkstoff wichtig, sondern auch die sogenannte "Formulierung", die chemische Verbindung, in der sie stecken.
Bei Wuxal z. B. die "Chelate". Will man einen guten für Blattdüngung geeigneten Dunger produzieren, dann "verpackt" man z. B. die Nährstoffe so, dass sie allmählich und langsam ins Blatt eindringen, um Blattschäden zu vermeiden.

Bei Blattdüngung ist eine niedrigere Konzentration anzuwenden als bei Wurzeldüngung! Blattdüngung ist effektiv, aber es besteht bei hoher Konzentration auch die Gefahr der Verbrennung.
Ich kann mir vorstellen, dass man bei Wuxal was gemacht hat, z. B. Zusatz von Benetzungsmitteln, um die Gefahr der Verbrennungen zu senken - da Wuxal ja als besonderer Blattdünger in der Produktinfo angepriesen wird.

Ich kenne mich bei dem Thema etwas aus, weil ich vor Jahrhunderten mal Pflanzenbau studiert hab und besonders Pflanzenernährung, Düngung. Habe aber auch in einem Fachbuch jetzt Unterstützung geholt.

P.S.: In einem Düngerbuch habe ich grade gefunden: Blattdüngungskonzentration 0,1 bis 0,3 % durch Spritzen oder Sprühen. Am Besten ganz fein nebeln.

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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von Gilbert » 9. November 2016, 13:35

Es gibt verschiedene Wuxal-Dünger.
Es gibt auch einen speziellen Wuxal-Sukkulentendünger mit weniger Stickstoff als 8-8-6. Nämlich 4-6-8.

Produktinfo: http://www.manna.de/produkte/wuxal-kakteenduenger.html

In der Beschreibung wird die Anwendung über die Pflanzenoberfläche besonders herausgehoben.

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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von K.W. » 9. November 2016, 19:50

schlurf hat geschrieben:Ihr könnt machen was ihr wollt, >>>
1000 Dank!

Ein beruhigter
K.W. sendet herzliche Grüße
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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von Dornenwolf » 9. November 2016, 20:05

ich wurde schon unsicher, weil mein Kindergarten diesbezüglich darben muss. Dann hatte ich auch noch auf den Lithops Seiten von Hugo gelesen, dass er bei Sämlingen Torf ins Substrat gibt (so habe ich es wenigstens mit meinen nicht vorhandenen Englischkenntnissen übersetzt). Jetzt bin ich wieder beruhigt.

Gruß Wolfgang

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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von K.W. » 9. November 2016, 22:46

Guten Abend liebe PflanzenfreundInnen,

vielen Dank Michael für Deine Erläuterungen!
Ach ja, Düngen, quasi das Thema aller Themen (vielleicht, nein natürlich bestimmt), neben dem Thema Substrat.
Ich sag mal so, macht doch was ihr wollt! :lol:


Aber. . . um gewisse Grundlagen kommt man nicht herum.
Botanische, Biologische, Chemische, Physikalische, Soziale (glaub nicht alles, nur weil es oft wiederholt wird, sagte meine Frau Mama! DANKE!!!) und so. . .
Schönes Beispiel, der ach so gesunde Spinat. Oder der unmittelbar eintretene Erstickungstod der Models in James Bond Goldfinger, nachdem sie mit dem Goldlack bestrichen wurden.
Alles Quatsch und Irrtum. . .

Und ich sag es ganz offen, gute Werbung für diesen Wuxal Dünger, aber auch einige Halb- und Unwahrheiten. :shock:
Mir ist dieser Dünger schurzpiepenhagen (egal), habe ich auch schon benutzt, was tut man nicht alles in fast 50 Jahren Kakteen- und Sukkulentenpflege. . .
Aber die sollen mir mal die Physiologischen Grundlagen bei einem Kaktus zeigen, mit denen er Dünger durch die Dornen und Areolen aufnimmt?
Oder erklären, wie CAM Pflanzen über die "Blattoberfläche" Wasser mit Dünger aufnehmen - tagsüber?
Oder wie die sehr langsame Aufnahme des Wassers mit dem Dünger über die Blattoberfläche bei Sukkulenten geschehen soll.
Es sei den, es handelt sich um Sukkulenten der nördlichen Hemisphäre.

Stichwort Überchelatisierung, das machen sehr viele Dünger um die Metallionen in die Pflanzen zu bekommen. . .

Conophyten beprühen? Na klar! Aber warum? Weill die in Gebieten mit extrem wenig Niederschlag leben. Aber mit ständigem Nachtnebel zur Wasserversorgung.
Dieses Wasser können sie mit ihren Körpern (Blättern) nicht aufnehmen. Die Spaltöffnungen sind eine Einbahnstrasse, CAM Pflanzen. :1
Die Microöffnungen in der Wachsschicht von Sukkulenten sind wohl eher zu vernachlässigen, schließlich will die Pflanze sich so gut wie möglich abschotten.
Bleibt das Wurzelsystem, dass sehr weit gefächert unmittelbar unter der Erdoberfläche liegt. Wie dafür gemacht, geringe Feuchtigkeitmengen auf /aus dem Substrat aufzunehem.
(Hier kommen wir auch zum Bims, der kann sehr gut Feuchtigkeit aufnehmen und langsam abgeben, bis 30% seines Eigengewichtes.)
Also ist Sprühen als Ersatz für den Nachtnebel wirklich gut, besonders in der Nacht, wenn die Pflanze "arbeitet".
Man kann aber auch einfach regelmäßig gießen, dann muss man nicht immer nachts raus. . .

Liebe PflanzenfreundInnen, ihr könnt mich gerne für bekloppt halten - aber Blattdüngung bei Kakteen und anderen Sukkulenten ist Quatsch! (my two cens :-) )
Und wenn nicht, auch gut! Dann habe ich die letzten Jahre auch sehr erfolgreich Blattdüngung betrieben.
Ich dünge ja bei jedem Gießen, richtig kräftig (quasi doppelte Konzentration beim ersten Gießen) - und gieße ja alles mit der Brause.
Allerdings kommt mein Dünger, ich benötige ca. 1 Liter pro Gießen, ca. 25 x im Jahr, von hier und da.
(aber, und ich bin wirklich nicht geizig - nur das Beste für meine Pflänzchen und Tiere - 22,- € für einen Liter Dünger; das ist einfach übertrieben.)

Ich bin also ein Anhänger des Düngens meiner Pflänzchen, egal wie alt.
( Ist schon komisch, unsere eigene "Brut" wird nur mit dem besten versorgt - und das klappt. . . Warum die arnen kleinen Lithops nicht??? HERR SCHLURF!!!)
Das ergibt sich schon aus dem Liebigschen Minimumgesetz.
Und wenn ich genug Luft, Licht und Wasser habe, und ich habe genug Luft, Licht, und Wasser - dann gibt es auch Dünger!


Herzliche Grüße

K.W. :wink:


Und überhaupt; macht doch was ihr wollt. . . :lol:





PS ich habe irgendwo ein l vergessen, finde aber nicht wo. Jedenfalls habe ich eines übrig. . . :) :wink:
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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von Gilbert » 10. November 2016, 01:46

Herrlich, ich lache.

Wo du recht hat, hast du recht. Was das auch heißen mag. :wink:

Egal was mit Kakteen ist, egal ob Dornen und Areolen Dünger aufnehmen oder nicht, mich interessieren nur die Mesembs.
Man sollte nicht pauschalisieren, nicht alle Sukkulenten sind gleich. Ein Kaktus aus Mexiko ist ganz was anderes als ein Mesemb aus Afrika. Auch in der Haltung.

Was ich schreibe gilt jetzt nur für Conophyten:
Unten ein paar Fotos von damaligen blattgedüngten Pflanzen, die es eigentlich nicht geben kann, weil sie den Blattdünger nicht aufnehmen konnten.
Sie haben ja nur Einbahnstraßen. Oder ob es durch Zelldiffusion und Osmose doch eine Blattdüngeraufnahme gab? Das ist vielleicht noch nicht erforscht. Oder wir wissen es nur nicht.

Ich hatte damals bei empfindlichen Conos wie C. friedrichiae aus Sorge vor zu viel Gießwasser viel genebelt und nur ganz selten mal gegossen (C. bilobum und ähnliches bilobe einfach zu haltende Gewächs aber mehr, fast normal wie Kakteen).
Und sie bekamen den Düngernebel auch noch tagsüber, weil ich morgens gern lange schlafe.
Und gedüngt hatte ich natürlich mit dem Nebel. Wie auch sonst, weil gegossen wurde ja fast nie.
Wuxal war es übrigens nicht.

Reagieren CAM-Pflanzen denn mit dem Öffnen und Schließen der Spaltöffnungen überhaupt in unserem Nichtwüstenklima genau so wie in der Halbwüste?
Auch da gibt es wohl auch etliche gedankliche Fehlschlüsse wie beim Spinat. Wovor sollen sie sich in unserem Klima schützen?
Sie "können" gut Photosynthese betreiben, obwohl sie die Öffnungen tags wegen Hitze schließen.
Aber ob sie es bei uns von den Genen her anlagemäßig "müssen" und tagüber auch immer tun? Wer kann es von uns schon sicher sagen?

Bei Kakteen würde ich nicht auf die Idee kommen, eine Blattdüngung zu wollen. Da geht alles auch über die Wurzel gut. Da spielt das Thema Blattdüngung keine Rolle.
Bei Mesembs, speziell denjenigen Conophyten, die wurzelwasserempfindlich sind, halte ich aber eine Blattsüngung für gut und wirksam.
Oder ob der Blattdünger allmählich in die obere Substratschicht gelangte und dort doch von den Wurzeln aufgenommen wurde? Fragen über Fragen.
Aber auch dann hätte der Blattdünger gewirkt ohne gefährliches Gießen.


Übrigens ist das drittbeliebteste Thema wohl die Falschnamengebung und Nomenklaturverwirrung.
Dateianhänge
COP3.JPG
COP3.JPG (25.03 KiB) 1937 mal betrachtet
COP tantillum ssp. helenae 114 2006-01-17 062.jpg
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COP ML0030 friedrichiae 2006-09-18 a.jpg
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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von K.W. » 10. November 2016, 09:21

von Gilbert » 10. November 2016, 00:46
Herrlich, ich lache.

Das hört gleich auf!!!

Zit.
27.3.1999
BLÖD-Zeitung

Australien:
E-Zigarette - doch gefährlich?
Mann in Perth Lunge komplett entfernt, Krebs!
Er rauchte seit vier Jahrzehnten E-Zigarette, vorzugsweise Karotte-Gummistiefel-Aroma.
Patient ist wohlauf, er atmet jetzt über seinen Darm.

weitere Nachrichten. . .

Guten Morgen liebe PflanzenfreundInnen,

guten Morgen Michael,

ziemlich Schwachsinn diese Blöd-Zeitungs Meldung?
Mann atmet über Darm. . .

Aber Conophytum, was die alles können. . .
Und die Pflanzenfreunde, was die immer alles annehmen und erlebt haben. . .

Dabei reicht doch ein Blick in´s Bio Buch. . .

Ist doch schön, wenn Deine Conophytum gedeien, aber bestimmt nicht wegen der Blattdüngung.

Das ist doch hier kein Angler-Forum, oder doch? :wink:
(Erinnert mich an den Goldfisch unserer Nachbarn.
Der fuhr immer in der Reisetasche mit nach Italien in Urlaub. Hat dann einfach von Kiemen auf Lungenatmung umgestellt.)


Herzliche Grüße

K.W.
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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von Gilbert » 11. November 2016, 14:09

Ach, K. W., nun ist ja mal gut.

Du selbst hattest aus "Interesse" nach der Blattdüngung gefragt. Siehe oben.
Aber wie es jetzt aussieht, hattest du deine eigene feste Antwort dazu schon vorher gehabt.
Es war wohl weniger Interesse, sondern: Lass sie mal schreiben, diese Anfänger, ich hau dann drauf.
Für soche Spielchen ist mir einfach meine Zeit zu schade.
Niemand muss dir hier beweisen, dass dein Dogma falsch ist, wie du es forderst. Da du vorher weißt, dass das hier niemand ohne langes Literaturstudium kann,
weißt du auch vorher, dass du recht behältst. Zu reinen Rechthabereidiskussionen sage ich aber "nein danke".
Ich war dumm überhaupt darauf einzugehen und dir Argumente zu liefern, die dann mit "Anglerforum" plattgemacht werden.
Du willst nicht konstruktiv sein. Daher ist dein Thema Blattdüngung hier und jetzt für mich erledigt.

Und das eigentliche Thema "Saat in Bims" ist ja wohl auch genügend abgehandelt.

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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von K.W. » 11. November 2016, 14:53

Gilbert hat geschrieben:Ach, K. W., nun ist ja mal gut.

>>>
Schönen Nachmittag Michael,

jetzt bist Du aber sehr verärgert.


Herzliche Grüße

K.W.


PS ja richtig, ich frage gerne . . . immer in der, oftmals nicht enttäuschten Erwartung, was neues zu lernen. . .
Danach ändere ich auch gerne meine Sicht der Dinge - aber nicht die Naturwissenschaften. . . :lol:
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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von Gilbert » 11. November 2016, 23:02

Hallo K. W.,

nö verärgert bin ich nicht. Kurz ja, aber ist schon verflogen. Deinen lockeren lustigen Ton finde ich ja sogar erfrischend.
Aber wenn du wahlweise irgendwas in Zweifel ziehst und anderes frei nach Schnauze glaubst, ich finde dann gibt es keine Basis, um thematisch weiterzukommen.

Ralf Trieber schrieb:
Es muß aber jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Der Dünger ist übrigens Wuxal 8-8-6 , da dieser auch übers Blatt aufgenommen wird,also beim Nebeln.
Probiere es einfach aus,denn probieren geht über studieren.
So sollte man es nehmen, es geht doch hier ums Freizeithobby. Wir können uns hier Tipps und Hinweise geben, aber die absoute Wahrheit hat wohl niemand gepachtet.
Ziemlich schräg fand ich diese Pauschlierung "Sukkulenten können nicht ...". Da wird es große Unterschiede zwischen den tausenden Arten geben.
"Sukkulenten können nicht ..." stimmt schon dann nicht, wenn nur einer es doch kann.
Wenn ich einen Conophytum habe mit Kopfdurchmesser von 4 Millimeter und der ist bei der kleinsten ungeschickten Berührung mit der Pinzette verletzt,
dann nehme ich niemandem ab, der Cono hätte eine starke schützende Wachsschicht, durch die nix durchgehen kann. Wenn ich trockene Mini-Conos von Beyer einpflanze, nicht gieße und ein wenig besprühe und 2 Tage später sind sie doppelt so groß, dann ziehe ich auch meine Schlüsse daraus. Man kann auch lesen, Wachsschichten können quellen und lassen dann Wasser durch. Dann bleiben die Nährstoffe im Wasser nicht draußen, nehme ich mal an.
Aber auch ich kann Fehlschlüsse ziehen. Das ist wie mit dem Gottesglauben. Millionen sind fest davon überzeugt, andere nicht und es gibt Kriege und Terror wegen diesem Quasch. Der Mensch ist eben irrational.
Am besten immer locker bleiben und nix zu verkniffen sehen ...

Gruß Michael

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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von K.W. » 11. November 2016, 23:37

Dünger oder nicht Dünger. . .
Blatt oder nicht Blatt. . .
Blattdünger oder nicht Blattdünger. . .

:2

Eines ist sicher, Caesium und/oder/aber Caesium. . . die Zerfallsgeschwindigkeit ist immer die selbe. . . auch bei Blattdüngung. . . :lol: :)

Spaltöffnung oder Conophytum. . . Sche. .ß egal :sau1 :)

118160Bild

118161Bild


K.W. :wink:


PS und hör mir auf mit Blattdüngung, meine Pflänzchen werden gegoßen - das muss genügen!!! :roll: :lol:
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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von Gilbert » 13. November 2016, 17:04

Falscher Inhalt für die Überschrift. Vielleicht können die Moderatoren ja mal das Thema umbenennen oder aufräumen ... :roll:

Hallo K. W.,

tolle Pflanzen, ein sehr schöner Bestand. Gratulation! Die gefallen mir mit Abstand besser als die Astros daneben.
Ernährt sind sie gut, das ist sicher. Sehr gut sogar. Etwas zu gut vielleicht.

Aber, ich weiß nicht warum, ich mag diese großen alten Polster gar nicht so gern wie junge kleinere Polster und Jungpflanzen.
Seltsam, nicht erklärbar. Aber ich mag auch zierliche Frauen lieber als die mit Rubensfigur. So is det eben. :wink:

Was willst du uns mit den Fotos sagen?
Dass du auf normales Gießen schwörst. Und diese Augenweide überzeugt ja auch.
Es hat aber auch niemand behauptet, dass man Blatt- (oder besser Kopf)düngung unbedingt braucht. Es wurde lediglich abgestitten, dass es funktionieren kann.

In anderem Forum beschäftigte man sich mit dem Thema Kopfdüngung wesentlich sachlicher und fundierter als wir, und man kam schließlich auch dort zu keinem eindeutigen wissenschaftlich nachgewisenen Ergebnis.
Also tun wir doch am besten alle, was wir wollen und was wir meinen, was für unsere Pfleglinge das beste ist.

Ich sehe allerdings bis auf links vorn bei dir keine Conophyten, die ich als schwer haltbar und sehr empfindlich an der Wurzel ansehen würde. Diese, die ich bei dir sehe, machten, als ich solche, aber natürlich nicht so große, hatte, auch bei mir keine Probleme bei der Wässerung.

Ich wiederhole mich: Aber die anderen, die noch jungen empfindlicheren und die klein bleibenden Conos (Kopf ein paar Millimeter, z. B. breve, ectypum, ellipticum, tantillum, friedrichiae), die gingen mir bei ersten Halteversuchen nach dem Gießen nun mal schnell ein und daher wagte ich danach nur noch, sie nach Nachkauf zu besprühen. Bei denen fand ich Sprühen wichtig und sie lebten auch gut.

Die folgenden Fotos zeigen ein paar kleine Conos, die mir durch Wasser leicht mal eingingen.
Ich zeige sie extra mal als Gegensatz zu deinen großen starken alten.
Dateianhänge
COP limpidum Achab se Berg 313 2006-09-01 a.jpg
COP limpidum Achab se Berg 313 2006-09-01 a.jpg (45.49 KiB) 1924 mal betrachtet
COP luckhoffii Haarwegskloof ML0056 153-4 2006-09-26 c.JPG
COP luckhoffii Haarwegskloof ML0056 153-4 2006-09-26 c.JPG (78.79 KiB) 1924 mal betrachtet
COP friedrichiae CM10  89-2 2006-01-17.jpg
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COP ellipticum 2006-06-14 b.jpg
COP ellipticum 2006-06-14 b.jpg (56.41 KiB) 1924 mal betrachtet
COP ectypum ssp brownii Ratelpoort 60-1 2006-09-11 a.jpg
COP ectypum ssp brownii Ratelpoort 60-1 2006-09-11 a.jpg (42.88 KiB) 1924 mal betrachtet

schlurf
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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von schlurf » 14. November 2016, 15:54

Kopf- bzw. Blattdüngung ist in der Landwirtschaft seit Jahrzehnten anerkannte Praxis, bei bestimmten Apfelsorten muss(!) z.B. Calcium über die Blätter zugeführt werden, sonst gibt es "Stippigkeit", die Wurzeln allein schaffen das sogar auf meinen Kalkböden nicht in ausreichendem Maß.
Und mit oder ohne Wachsschicht: Wenn die Stomata sich öffnen, ist die Wachsschicht auch offen, sonst käme auch kein Gasaustausch zustande - und warum sollte da kein Wasser(dampf) mit "reinflutschen"??? :wink:
Meine Kakteen haben keine Stacheln!

Gruß
Schlurf

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Re: Lithops-Saat: Substrat reiner Bims?

Beitrag von Gilbert » 14. November 2016, 23:37

Da das Zwischenthema sich beständig hält:
Ich habe zwar nur aus Sekundär-Sekundär-Literatur geschöpft, aber bei Nutzagaven und Aloe-vera-Anbau macht man Kopfdüngung, wie gut unterrichtete Kreise vermelden.
Die Leute wollen Gewinnmaximierung und pulvern nicht das Geld nutzlos raus. Nichtsnutz-Sukkulenten werden weniger erforscht, da das keinen wirtschaftlichen Nutzen hat.

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